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Online Shops

4 Suchlösungen für moderne Websites und Onlineshops

12th Oktober 2015

Google hat das Verhalten und den Anspruch jedes Suchenden unwiderruflich geprägt. Damit meine ich nicht nur, dass automatisch der Griff zum Smartphone oder zur Maus folgt, wenn man etwas herausfinden möchte – im Grunde wird bei jeder Internetsuche der gleichen Komfort und die hohe Qualität der Ergebnisse erwartet, die man von der Google-Suche gewohnt ist.

Mit den Standardlösungen der Shop- und Content-Management-Systeme stoßen Betreiber schnell an die Geduldsgrenzen ihrer Besucher und Kunden. Wenn eine Websuche nicht so funktioniert, wie der Besucher es gewohnt ist, dann nutzt er sie ganz einfach nicht – egal ob es sich bei den Unterschieden um die bekannte Suggest-Funktion, die Darstellung der SERPs oder die Ähnlichkeitssuche handelt.

Jede Suchtechnologie hat ganz bestimmte Vor- und Nachteile und mit der Integration und dem Betrieb sind unterschiedliche Kosten verbunden. Google selbst bietet zum Beispiel mit SiteSearch dessen bekannte Suchtechnologie ab 100$ im Monat für die eigene Nutzung an. Die Einstellungen der Suche sind dabei aber stark begrenzt. Für volle Kontrolle und Anpassungsfähigkeit kommt man nicht an einem Suchserver oder einem spezialisierten Dienstleister vorbei.

Suche für Onlineshops

Neben den Standardsuchen der verschiedenen Shopsysteme kämpfen spezialisierte Dienstleister, wie zum Beispiel FACT-Finder oder FINDOLOGIC, um die Gunst der Shopbetreiber. Suchen für Onlineshops spielen eine besondere Rolle, da sie bereits auf bestimmte Anforderungen zugeschnitten sind. Es geht immer um Produkte, die gefunden und in der sinnvollsten Reihenfolge angezeigt werden sollen.

Was macht eine Suche für einen Onlineshop aus?

Eine der grundlegendsten Funktionen ist die Erkennung von Rechtschreibfehlern und eine effiziente Suggest-Funktion. Im Onlineshop von MediaMarkt erhält man bei dem falsch geschriebenen Suchbegriff „blue ray“ Ergebnisse zu Blu-ray Hardware. Die Suggest-Funktion zeigt außerdem die derzeit populäre Set-Top-Box Kindle Fire an. Findet der Kunde bereits in einer gut strukturierten Suggest-Box ein Produkt das ihn interessiert freut er sich nicht nur, da er schneller am Ziel ist, es spart auch Ressourcen, da die Ergebnisseite nicht aufgerufen wird.

suche-orthografie

Das Festlegen von individuellen Synonymen hilft dabei ein Produkt zu finden, das der Kunde unter einer anderen Bezeichnung kennt. Ein gutes Beispiel ist der Haartrockner, der hinlänglich unter der geschützten Wortmarke „Fön“ bekannt ist. Aber auch Handy/Mobiltelefon/Smartphone werden häufig für ein einziges Produkt verwendet.

suche-synonym

Auf Grundlage der Suchanfragen eines Nutzers können außerdem bestimmte Produkte prominenter dargestellt oder in einem Empfehlungsbereich präsentiert werden. So lassen sich Kampagnen, passende Angebote oder populäre Produkte promoten.

Was kosten FACT-Finder oder FINDOLOGIC in einem Onlineshop?

Beide Lösungen sind keine Open-Source-Produkte und daher mit entsprechenden Lizenzkosten verbunden. Soll die Suchtechnologie professionell in einen Onlineshop integriert werden fällt außerdem ein nicht geringer Integrationsaufwand an, da die Templates dementsprechend angepasst werden müssen. Nicht zu vernachlässigen ist der Aufwand, der durch Einstellungen, dem Einspielen von relevanten Synonymen und anderen Anpassungen entsteht.

Die monatlichen Lizenz- bzw. Nutzungsgebühren sind bei beiden Beispielanbietern von den genutzten Funktionalitäten und der Anzahl der Shopartikel und Anfragen abhängig. Für kleine Onlineshops fangen die Kosten bei FINDOLOGIC bei ca. 60 bis 100€ im Monat an. FACT-Finder hingegen befindet sich bewusst im oberen Preissegment und ist erst ab einem mittleren dreistelligen Betrag im Monat zu bekommen.

Moderne Suchserver

Geht es um große Websites oder Communities wird in der Regel auch eine hochperformante Suchlösung benötigt. Derzeit bestimmen elasticsearch und Apache Solr den internationalen Markt. Beide Suchserver basieren auf der freien Such-Engine Apache Lucene und stehen als Open-Source-Lösungen zur Verfügung. Solr hatte seinen Anfang im Jahr 2004, elasticsearch erschien 2010. Wirft man einen Blick auf die Referenzlisten beider stellt man schnell fest, dass man an der Spitze der Fahnenstange angekommen ist. Elasticsearch findet z. B. Verwendung im gesamten Wikimedia-Projekt, bei stackoverflow, GitHub, Netflix und XING – Solr hingegen wird auf reddit, Apple, Zappos (dem amerikanischen Zalando) und bei Instagram verwendet.
Bei uns werden die beiden Suchlösungen z.B. bei blicksta oder den Stadtwerken Bielefeld eingesetzt.

Welche grundlegenden Funktionen bieten elasticsearch und Solr?

Grundlegend ist zum einen die Suchqualität, aber auch die Geschwindigkeit bzw. Zeitspanne zwischen Anfrage und Ergebnisauslieferung. Stark genutzte Suchfunktionen benötigen eine hochperformante Suche die durch flexible Skalierbarkeit auch kurzzeitigen Besucherspitzen gerecht wird.

Was kosten elasticsearch oder Solr in einer Website?

Beide Technologien stehen zwar Open Source zur Verfügung. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie im Betrieb nichts kosten. Als erstes wird für beide Lösungen die entsprechende Hardware benötigt, auf der die Suchserver ihre Arbeit verrichten können. Die Einrichtung ist außerdem mit einem hohen Integrationsaufwand verbunden, da die Suchen in der Regel exakt an bestimmte Anforderungen angepasst werden müssen.

Zusammenfassung

Wenn es sich bei einem Onlineshop nicht gerade um einen der Top-Player handelt bieten fertige Lösungen in der Regel alle nötigen Features. Das selbe gilt auch für Websites von kleinen und mittelständischen Unternehmen, die meist auf die Standardlösungen des Content-Management-System zurückgreifen können. Möchte man jedoch die Suche individuell anpassen, um so auf ganz bestimmte Anforderungen reagieren zu können, empfiehlt sich die Nutzung einer Suchlösung in Form eines eigenen Suchservers. Dieser lässt sich außerdem schnell skalieren, ohne dass durch steigende Suchanfragen die Kosten in die Höhe getrieben werden. Welche Lösung letztendlich am sinnvollsten eingesetzt werden kann lässt sich nur bei der genauen Betrachtung der Anforderungen feststellen – am besten natürlich durch einen anbieter-/softwareunabhängigen Berater.


Die beiden Suchanbieter in diesem Artikel stehen exemplarisch für dich Möglichkeit der „Fertiglösungen“. Eine Übersicht weitere Anbieter findet sich auf webshopwissen101.de

Kommentare

  • Andreas E. Nabicht
    22:32 am 10. November 2015
    Andreas E. Nabicht
    Antworten Autor

    Immer mehr Online-Shops erkennen die Notwendigkeit einer guten Produktsuche.
    Eine wirklich intelligente Suche muss heute mehr können als nur die passenden Artikel zum Suchbegriff zu finden.
    Drei Faktoren bestimmen die Effizienz eines erfolgreichen Online-Shops maßgeblich:
    Die Suchqualität, die Steuerung des Verkaufs und das Schaffen von echten Einkaufserlebnissen.

    Eine intelligente Suchlösung geht also weit über eine reine Suchfunktion hinaus und schafft wesentliche Vorteile die meist automatisch, höchst individuell und dennoch sehr einfach genutzt werden können.
    Hier finden Sie eine interessante Analyse zum Thema im FINDOLOGIC Blog: http://bit.ly/1KIl7fE

    Mein Tipp:
    Bei der Wahl der richtigen Such-Lösung geht es darum, welche Suchtechnologie Ihre Anforderungen am besten erfüllt. Setzen Sie auf eine zukunftsweisende Suchtechnologie die flexibel anpassbar, kosteneffizient personalisierbar ist und modulare Servicepakete bietet, damit Sie auch langfristig Ihre individuellen Anforderungen umsetzen können. Vergessen Sie dabei nicht, es geht dabei nicht nur darum, dass der User seinen Wunschartikel findet, sondern auch, dass Sie Ihren Abverkauf möglichst einfach steuern können.