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"Kurz vor Naja" – Recap Conversion Conference 2011

28th November 2011

Die Conversion Conference fand Anfang des Monats (7.-8. November) in Hamburg statt und wir waren da. Um das Fazit vorweg zu nehmen: es war durchwachsen. „Kurz vor Naja“ eben. Auf der positiven Seite glänzten vor allem die Amerikaner wie Amy Africa und Jeffrey Eisenberg. Super Vorträge, starke und innovative Ansätze; wir haben etwas mitgenommen.

Der Autor von „Call to Action“ und „Waiting for your Cart to Bark“, Jeffrey Eisenberg, verriet in der Keynote „Geheimnisse der Websites mit Top Conversion Rates“ zwar keine wirkliche geheimen Tipps. Er appellierte daran, sich nicht von Zahlen sondern von guten Argumenten leiten zu lassen, wenn man Websites optimiert. Den gesunden Menschenverstand sollte man nicht gänzlich außer Acht lassen. Mit „Only your clients know if it’s complete“ verdeutlichte Eisenberg, wie wichtig die Kundensicht auf ein Webprojekt ist. In der Regel entscheidet der Anbieter ob die Website nun „gut“ ist oder nicht. Nach dem Launch wird dann einfach die Analyse des tatsächlichen Besucherverhaltes vernachlässigt. Die Kopie einer scheinbar gut funktionierenden Website sollte außerdem kein präferierter Weg sein. Man sollte sich zu aller erst seine Besucher und Kunden ansehen und dann für diese die Website bauen und optimieren. Eine Kopie würde diese Aufgabe natürlich nie erfüllen können.

Amy Africa sprach über Mobile Conversion und hatte einiges mitgebracht. Wer das Thema Mobile bis dahin unterschätzt hatte, wurde eines besseren belehrt. Mobile Websites sind keine alternativen Darstellungen von regulären Websites. Viel mehr müssen mobile Websites auf den konkreten Anwendungsfall hin optimiert sein. Dazu gab es gefühlt 100 praxisnahe und detaillierte Tipps zu mobilen Websites.

Auf der Haben-Seite kann die Conversion Conference die Location verbuchen. Das Hotel Atlantic an der Alster ist natürlich eine super Kulisse. Außerdem war noch Peter Bakker da, der holländische CEO des Startups mydeco.com. Mit dem Dienst lässt sich recht einfach in 2D und 3D die Inneneinrichtung der Wohnung oder des Hauses planen. Der Clou: Die Einrichtungsgegenstände können direkt aus dem System gekauft werden.

Auf der negativen Seite der Conversion Conference waren leider die meisten anderen Vorträge zu verzeichnen, die wir besucht haben. Der ein oder andere Referent hat uns fast zur Saalflucht getrieben – und das ist bei uns nicht einfach. Auf einer Konferenz für Profis, die uns für zwei Personen etwa 700 Euro gekostet hat (den verlorenen Arbeitstag mal lassen wir mal beiseite), erwarte ich einfach mehr als Basics. Um mir den Unterschied von organischen und gekauften Suchergebnissen erklären zu lassen, muss ich nicht nach Hamburg fahren.

Ob wir die Conversion Conference im nächsten Jahr wieder besuchen werden, lassen wir uns erst mal offen. Vielleicht locken uns gute Referenten doch noch mal in den hohen Norden – dann muss es sich aber wirklich lohnen.

Bildquelle: conversionboosting.com

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