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TYPO3

Die 5 wichtigsten Punkte aus Entwicklersicht beim Update auf TYPO3 CMS 6.2 LTS

30th März 2015

Im März 2014 wurde die Long-Term-Support/LTS-Version 6.2 von TYPO3 CMS veröffentlicht. Am 31. März 2015 endet offiziell die Unterstützung für die vorherige LTS-Version 4.5. In diesem Zeitraum wurden bereits zahlreiche TYPO3 CMS-Systeme auf die neue Version aktualisiert. Bei HDNET haben wir ebenfalls viele Updates vorgenommen und einiges daraus gelernt. Hier die 5 wichtigsten Dinge die unsere Entwickler aus mehr als 20 Updates gelernt haben:

1. Ein Update ist nie auf Knopfdruck möglich

Smooth-Migration und Upgrade-Wizard sind zwar zwei Begriffe die sich nach in-5-Minuten-wie-von-allein-erledigt anhören, aber die Realität wirft gerne mit PHP-Fehlermeldungen um sich. Ohne tiefgreifendes TYPO3-KnowHow und Einblick in den TYPO3-Core wird ein Update einer großen und individualisierten TYPO3-Installation daher nicht gelingen. Bevor man den Upgrade-Wizard überhaupt zum ersten Mal bei einem Update startet, gibt es einiges zu tun.

2. Ein Website-Check allein genügt nicht

Natürlich sollte der erste Schritt immer sein, sich die TYPO3-Installation genauer anzuschauen und sich ein Bild über die verwendeten Extensions zu machen. Um eine realistische Aufwandsschätzung abzugeben reicht dies in der Regel aber nicht aus, sondern stellt lediglich einen guten Anhaltspunkt dar. Da wir der Meinung sind, dass ein Update immer möglich ist (siehe Punkt 5), fangen wir direkt mit den ersten Updatemaßnahmen an. Warum das so ist, erklären wir in Punkt 3.

3. Extensions sind unberechenbar

„Extension-Compatibility: 6.2.0“, so steht es im Extension Repository, so wird es sein! Nein, nicht unbedingt – und wenn die installierte Extension dann auch noch für das System angepasst wurde, entsteht ein schwer zu kalkulierender Aufwand. Extensions sind also im Vorfeld unberechenbar und können nicht, wie angesprochen, während eines oberflächlichen Website-Check genau eingeschätzt werden. Unter Umständen müssen Teile der Extension neu geschrieben werden oder man macht sich auf die Suche nach einer anderen Extension, die die benötigte Funktionalität bereit hält.

4. Von 4.x zu 6.2 bist du länger dabei

Ein TYPO3-System von Version 6.1 auf 6.2 zu heben ist in der Regel nicht besonders problematisch, kommt jedoch auch nicht so häufig vor. Bei älteren Versionen, nämlich vor der Einführung des File Abstraction Layers (FAL) in Version 6.1, kam das Digital Asset Management (DAM) zum Einsatz. Die grundlegend andere Struktur der Datenbank führt beim Update zu entsprechendem Mehraufwand. Man sollte daher direkt mehr Zeit einkalkulieren – manuelle Anpassungen in der Datenbank lassen sich dann nicht vermeiden.

5. Ein Update ist immer möglich

Es gibt Anbieter, die verkaufen einen „Website-Check“, nur um anschließend dem Kunden mitzuteilen, ob eine Update möglich ist oder nicht. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass es immer möglich ist, zu updaten. Die Alternative wäre letztendlich auch nur ein Relaunch der Website. Viele Unternehmen kombinieren das Update und den Relaunch aus den verschiedensten Gründen miteinander – wenn der wichtigste Grund für den Relaunch das Update ist, ist das jedoch nicht Grund genug.

Fazit

Das alles hört sich nach viel Aufwand an, lässt sich in der Regel aber in relativ kurzer Zeit erledigen. Wichtig ist das Update auf jeden Fall und neben den sicherheitsrelevanten Aspekten bietet die neuste Version von TYPO3 CMS auch jede Menge neue Features.

Die Redakteure profitieren von den Neuerungen, während sich die Entwickler um den Rest kümmern. Hört sich doch eigentlich nicht so schlecht an, oder?


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Kommentare

  • Reiner56
    18:35 am 31. Juli 2015
    Reiner56
    Antworten Autor

    Ich bin jetzt auch auf das Typo3 CMS gewechselt. Der Blogbeitrag hat mir dabei sehr geholfen. Danke dafür!