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Social Software

Dieses Web 2.0 wollen wir auch…

13th August 2010

In den letzten Monaten hat fast kein Projektgespräch mit Kunden stattgefunden, in dem es nicht auch um Web 2.0 ging. „Unsere Website muss auch die Möglichkeiten des Web 2.0 beachten“ ist ein viel gehörter Wunsch. Unser Kunden versprechen sich dadurch mehr Besucher auf der Website, höhere Bekanntheit, etc. Natürlich können wir als Internetagentur auch „diese Möglichkeiten des Web 2.0“ anbieten und realisieren. In der Regel weiß der Kunde jedoch nicht so genau, was damit wirklich gemeint ist.

Offenbar sind Begriffe wie Social Media, Twitter, Communities und Facebook aktuell so präsent, dass man sich genötigt fühlt, hier auch aktiv zu werden. Man richtet eine Facebook-Fanseite ein, weil der Wettbewerber auch eine hat. Eine iPhone App (eigentlich gar kein Social Media) muss aus gleichem Grund erhalten. Wenn man schon dabei ist, dann wäre es doch schön, wenn „wir irgendwie auch bei Twitter präsent wären“.

„Die meisten Firmen erkaufen sich nur Präsenz in den sozialen Medien wie Twitter und Facebook, statt sich Relevanz zu verdienen“. Archibald Graf von Keyserlingk weist darauf hin, dass oft nur der Einsatz von neuen Erfolg versprechenden Instrumenten im Vordergrund stehen. Damit ist es jedoch lange nicht getan. Man kann sich die Instrumente von einer Agentur besorgen, natürlich auch eine Beratung. Wenn jedoch Social Media bzw. das Web 2.0 in einem Unternehmen tatsächlich stattfinden soll, dann nur wenn das Unternehmen auch verstanden hat worum es hier eigentlich geht:

Unter sozialen Medien (bzw. Web 2.0) versteht man Angebote zum Austausch von Meinungen, Eindrücken und Erfahrungen. Es ist vergleichbar mit Mundpropaganda, die die Nutzung des Kaufverhaltens und Meinungsbildung grundlegend verändert. Social Media Marketing ist ein Prozess, den Unternehmen nutzen können um in sozialen Medien eine breite Community zu bewerben, die auf traditionellen Wegen nicht erreichbar gewesen wäre. Im Netz existieren zahlreiche Web 2.0 Angebote, auf denen Austausch stattfindet. Die Aufgabe von Social Media Marketing ist es, solche Communites richtig zu verwenden und mit dessen Mitgliedern zu kommunizieren. Das Wesen von Social Media Marketing ist Kommunikation; gut zuhören und angemessen antworten, um so ein relevanter Teil der Community zu werden. Ist dieser Schritt getan, können soziale Medien als wirkungsvoller Kommunikationskanal eingesetzt werden.

Das Web 2.0 gibt den Verbrauchern eine Stimme, es ist Zeit mitzureden.

Sie als Unternehmen müssen selbst aktiv sein. Ein externer Anbieter wird vielleicht einige Fragen zu Ihrem Unternehmen beantworten können. Authentisch ist diese Vorgehensweise allerdings nicht. Doch genau das ist besonders wichtig. Es sind eben soziale Medien. Es geht um Kommunikation zwischen realen Personen. Sie können eine Social Media Beratung zur Entwicklung einer Strategie von Experten kaufen, die Ausführung kann jedoch nur durch sie selbst erfolgen. Das kostet Engagement und Zeit. Zumindest, wenn Sie erfolgreich sein wollen. Der Umgang mit den Kunden in diesen Medien kann nicht extern eingekauft werden und ist nicht nebenbei erledigt.

Was nun?

Diskussionen über Ihr Unternehmen finden schon längst im Netz statt. Im Zweifel sind diese nicht positiv und sie haben bislang davon noch nichts mitbekommen. Sie hatten also keine Gelegenheit darauf zu reagieren. Diese Gespräche werden weitergehen, egal ob sie daran teilnehmen oder nicht. Durch selbstständiges Mitmachen können Sie Einfluss auf den Inhalt der Diskussion nehmen und das Publikum positiv beeinflussen. Dieses Engagement kann große Erfolge hervorbringen. Ihre Reputation wird sich verbessern, die Markenbekanntheit wird steigen. Also, worauf warten Sie noch? Sprechen Sie mich an!

Das Web 2.0 ist wie eine Filiale in einem fernen Land. Wenn man selbst nie da gewesen ist, wird man die Kultur, die Menschen, die Sprache und die Art der Geschäfte selbst nie verstehen können.

Diskutieren Sie also nicht über Social Media, wenn Sie noch kein Mitglied sind. Registrieren sie sich bei XING oder Facebook. Falls Sie das noch nicht sind, wäre das doch jetzt ein toller Anlass dafür.

Meine Tipps zum Start:

  1. Werden sie persönlich Teil der Community!
    Social Media Marketing ist kein Praktikantenjob, sondern Chefsache!
  2. Melden Sie sich selbst bei einschlägigen Plattformen an!
    XING oder Facebook sollten hier den Anfang machen.
  3. Prüfen Sie, wie die Medienkompetenz Ihrer Mitarbeiter in dem Bereich ist!
  4. Lassen Sie sich beraten und erarbeiten Sie eine Strategie!
    Ob ein Blog, Facebook, Twitter und Co. überhaupt und falls ja wie, für sie sinnvoll ist, kann von Experten beurteilt werden.
  5. Lernen Sie von anderen!
    Schauen Sie sich um und lernen welche Aktivitäten gut funktionieren.
  6. Bleiben Sie realistisch, erwarten Sie keine Revolution!
    Ein Unternehmen mit 250 Kunden wird nicht einfach so 5.000 Fans bei Facebook bekommen.
  7. Seien Sie aktiv und kreativ!
    Gute Inhalte sorgen immer für Beachtung.

Zusammenfassung:

Social Media ist ein guter Weg um Kunden mit Unternehmen in Diskurs zu bringen. Es geht darum, Teil der Community zu sein, dieser zuzuhören und selbst qualitativ hochwertige Beiträge zu leisten. Dadurch können sie Traffic auf ihre Website lenken, ihr Unternehmen bekannt machen und direktes Feedback auf ihr Unternehmen oder ihre Produkte erhalten. Sie sind dafür bereit, wenn Sie die Kontrolle ein Stück aus der Hand geben können und sich Zeit nehmen. Falls sie absolutes Neuland betreten, sprechen sie in Ruhe mit einer Agentur, die ihnen Chancen und Risiken aufzeigt. Gemeinsam können dann konkrete Handlungsempfehlungen erarbeitet werden.

Kommentare

  • Thorsten Wittler
    15:33 am 13. August 2010
    Thorsten Wittler
    Antworten Autor

    Hallo Herr Diestelkamp,

    vielen Dank für den Bericht „Dieses Web 2.0 wollen wir auch“. Ich gebe Ihnen Recht, dass ein Unternehmen, dessen Angestellte und vor allem dessen Geschäftsleitung erst selbst einmal (privat) mit dem Thema befasst haben müssen, bevor man dies zu einer Unternehmenskultur machen kann.

    Als nächstes legen ich mir selbst einen Facebook-Account an.

    Bis dahin, einen freundlichen Gruß
    Thorsten Wittler