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Online Marketing

Google Tag Manager – Event-Tracking leicht gemacht

2nd Juni 2014

Kaum eine Website kommt heutzutage noch ohne Tracking- oder Marketingtags aus. Um den Überblick über die verschiedenen Code-Snippets zu behalten und schnellere Anpassungen zu ermöglichen, bietet Google seit Oktober 2012 den Tag Manager an. Seitdem wächst die Funktionsvielfalt und daher auch die Einsatzmöglichkeit des Tools kontinuierlich. Doch wie funktioniert es und wofür lässt sich der Google Tag Manager einsetzen?

Die grundlegende Funktion des Google Tag Managers

Mit der Zeit sammeln sich auf einer Website immer mehr Skripte zum Tracking der Besucher und deren Verhalten an. Meist werden unterschiedliche Dienste in Anspruch genommen, die alle eine Einbindung eines eigenen Code-Snippet benötigen. Soll eine Funktion geändert oder eine neue hinzugefügt werden, muss auch der Code der Website angepasst werden. Damit die Marketing-Abteilung nicht den Überblick verliert, kommt der Google Tag Manager ins Spiel.
Google Tag Manager - Code-Snippet
Dieses Code-Snippet ist alles was auf der Website direkt eingebunden wird. Änderungen im Code sind somit Schnee von Gestern. Die Verwaltung erfolgt nun über die Oberfläche des Google Tag Managers.

Simples Tracking integrieren

Um ein einfaches Tracking über Google Analytics zu ermöglichen sind nur wenige Klicks nötig. Als erstes sollte die Auslösungsregel angelegt werden. In diesem Beispiel wird das Tracking der Besucher auf allen Seiten erfolgen.
Google Tag Manager - Alle Seiten Regel
An dieser Stelle lassen sich unterschiedlichste Möglichkeiten kombinieren oder auch Regeln anlegen, die als Blockierregeln verwendet werden.

Im zweiten Schritt wird das eigentlich Tag angelegt. Sobald der richtige Tag-Typ ausgewählt ist (Klassisches Google Analytics / Universal Analytics) lässt sich die eigene Web-Property-ID bzw. Tracking-ID angeben. Als Auslösungsregel wird die zuvor erstellte Alle Seiten-Regel hinzugefügt. Unter „Weitere Einstellungen“ lassen sich neben der IP-Anonymisierung zahlreiche weitere Einstellungen vornehmen.
Google Tag Manager - Google Analytics Tag
Der große Vorteil dieser Vorgehensweise wird deutlich, sobald eine Änderung vorgenommen werden soll. Diese lassen sich durch das Anlegen neuer Regeln oder die Anpassung der Einstellungen über den Tag Manager vornehmen. Der Code der Website muss nicht mehr verändert werden.

Andere Trackingdienste können ebenfalls eingebunden werden. Das benötigte Code-Snippet wird dabei direkt in das Tag geschrieben (Benutzerdefiniertes HTML-Tag). Die verwendete Auslösungsregel kann beibehalten werden und natürlich auch mehrfach verwendet werden.

Event-Tracking mit Hilfe der Ereignis-Listener

Wenn es um das Tracken von Besuchern geht, dann werden in der Regel auch gezielt Aktionen aufgezeichnet – mit der Hilfe des Event-Trackings. Der Google Tag Manager bietet zur Erkennung von Linkklicks oder der Übermittlung von Formularen sogenannte Ereignis-Listener. Um z. B. den Download von bestimmten Dateien aufzuzeichnen, wird ein Link-Klick-Listener benötigt.
Google Tag Manager - LinkClick Listener
Beim Anlegen muss lediglich darauf geachtet werden, dass eine passende Auslösungsregel gewählt ist – in diesem Fall die bereits angelegte Alle Seiten-Regel. Für die nächsten Schritte werden insgesamt drei Makros benötigt. Als erste sollte ein Makro für die Linkklasse erstellt werden. Dieses besteht aus dem Makrotyp „Variable für das automatische Ereignis“ und dem Variablentyp „Elementklasse“.
Google Tag Manager - Makro Linkklasse
Mit Hilfe dieses Makros wird in diesem Fall die Klasse eines HTML-Elements ausgelesen. Damit das funktioniert, wird die passende Download-Regel und ein Makro für „Benutzerdefinierte Ereignisse“ benötigt. Im Tag Manager sind Makros übrigens an den doppelten geschweiften Klammern zu erkennen.
Google Tag Manager - Download-Regel
Diese Regel bedeutet im Grund nichts anderes als: Ein Tag wird ausgelöst, wenn ein Event gleich einem Link-Klick ist, also ein Link angeklickt wird und wenn die Klasse des angeklickten Elements den String „download“ enthält. Das funktioniert jedoch nur, wenn zuvor auch der richtige Ereignis-Listener angelegt wurde und aktiv ist. Um abschließend die Tracking-Daten mit Google Anylytics zu erfassen, wird noch das entsprechende Tracking-Tag benötigt.
Google Tag Manager - Download-Tracking Tag
Wie schon beim normalen Tracking wird dafür eine Google Analytics-Tag angelegt. Statt den Erfassungstypen „Seitenaufruf“ wird dieses Mal „Ereignis“ gewählt. Anschließend müssen noch die Parameter „Kategorie“ und „Aktion“ einen Wert zugewiesen bekommen. Das Linkziel-Makro gibt in diesem Fall die URL der Zieldatei aus und ermöglicht die Identifikation der heruntergeladenen Dateien.
Google Tag Manager - Analytics Auswertung
Anstelle des Linkziels lassen sich auch Data-Attribute, der Title-Tag oder andere Werte auslesen. Der Strukturierung sind im Grunde kaum Grenzen gesetzt.

Alles ist möglich & alles kann getestet werden

Das Event-Tracking kratzt nur an der Oberfläche der Möglichkeiten des Google Tag Managers. Weitere Funktionen sind z.B. AdWords-Remarketing/Conversion-Tracking oder auch ein DoubleClick Floodlight-Tracking. Außerdem stehen eine Handvoll Ereignis-Listener und viele weitere Funktionen zur Verfügung. Das „Benutzerdefinierte HTML-Tag“ ermöglicht die Einbindung jeden erdenklichen Codes und macht den Tag Manager somit zu 100 Prozent anpass- und erweiterbar. Die asynchrone Ausführung sorgt außerdem für eine optimale Performance.

Nach jeder Änderung im Tag Manager muss eine neue Container-Version erstellt werden. Bevor ein neuer Container live geschaltet wird, kann er im Debugging-Modus ausgiebig getestet werden. Fehler lassen sich so ohne Probleme erkennen und beheben. Durch die Erstellung der Versionen, ist es ebenfalls möglich auf eine vorherige Version zurückzuspringen.

Der Google Tag Manager gibt Online-Marketeers mehr Kontrolle über ihre Marketing- und Tracking-Tags und ermöglicht das selbstständige Vornehmen von Anpassungen. Gemeinsam mit der IT-Abteilung bzw. dem IT-Dienstleister lässt sich der Code leicht erweitern und die benötigten Website-Elemente passend auszeichnen. Der Tag Manager ist auf jeden Fall einen Blick wert!

Kommentare

  • Anton Schwerdel
    18:06 am 26. April 2015
    Anton Schwerdel
    Antworten Autor

    Hallo Herr Hirsch,

    kann es sein, dass es die beschriebene Einstellungsmöglichkeit für IP Anonymisierung so nicht mehr im Google Tag Manager gibt? Jedenfalls finde ich sie dort nicht.
    Bin für jeden Hinweis dankbar.

    Gruß Schwerdel

    • Benjamin Hirsch
      9:51 am 27. April 2015
      Benjamin Hirsch
      Antworten Autor

      Hallo,

      bei Auswahl des Tag-Typs “Klassisches Google Analytics” ist es wie im Artikel beschrieben. Wenn “Universal Analytics” als Tag-Typ ausgewählt ist, dann steht statt einer Checkbox, wie sie auf dem Screenshot im Artikel zu sehen ist, eine Select-Box zur Verfügung. Wenn dort “Wahr” ausgewählt wird, dann ist die IP-Anonymisierung aktiv.

      Ich hoffe Sie werden fündig (achten Sie auf den ausgewählten Tag-Typ).

      Beste Grüße,
      Benjamin Hirsch

  • Anton Schwerdel
    13:39 am 28. April 2015
    Anton Schwerdel
    Antworten Autor

    Anbei ein Screenshot aus der Tag-Konfiguration für UA, dort sehe ich beim besten Willen keine Einstellungsmöglichkeit für die IP Anonymisierung: https://www.dropbox.com/s/5lkvl06ihrdpfit/GTM.PNG?dl=0