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QR-Codes im Einsatz – Wie ist der Status Quo?

30th März 2012

Wie Pilze schießen sie aus dem Boden: QR-Codes finden sich seit geraumer Zeit auf einer Vielzahl von Verpackungen, Plakaten, Flyern oder eben Autos wieder. Warum? QR-Codes bilden die Brücke zwischen analoger und digitaler Welt. Ein Foto mit dem Smartphone und schwups sind Sie durch das Wurmloch zwischen analoger Werbebotschaft und digitalem Inhalt gerauscht. Die Möglichkeiten für die Unternehmen sind sehr vielfältig, die Technik gibt sehr viel her. Genutzt werden diese Chancen aber selten.

QR-Codes bestechen auf unterster Ebene durch die Einfachheit für den User. Statt umständlich URLs auf dem Smartphone zu tippen, geht es durch den QR-Code sehr schnell und unkompliziert. Dennoch wird in der Branche gemunkelt, dass nur wenige Personen tatsächlich QR-Codes benutzen. Das Blog „Pictures of People scanning QR-Codes“ visualisiert diese Bedenken auf amüsante und einfache Weise.

QR-Codes: Benutzt die überhaupt jemand?

Statt nur einer bietet das Netz auf diese Frage viele Antworten:

Ein klares Bild lässt sich dadurch nicht ableiten, sicher ist nur: Die Conversion-Rate ist gering. Sehr gering. Thomas Knüwer schrieb im November 2011 über die „bittere Wahrheit“: Only Sex scans. Sonderlich bitter ist diese Wahrheit eigentlich nicht, denn sie offenbart nur, was jedem klar sein sollte: Der Nutzer braucht einen Mehrwert. Nur Neugierde und Einfachheit ziehen nicht (genug). Auch der Infografik von Queaar ist zu entnehmen, dass vor allem für Coupons und Gutscheine gescannt wurde.

Quo vadis QR-Code?

Unternehmen, die QR-Codes einsetzen, sollten sich also fragen, welche Ziele damit verfolgt werden. Innovativ wirkt mit der schlichten Nutzung des Codes schon lange niemand mehr, es ist ja schließlich längst im Mainstream angekommen. Soll der QR-Code einfach nur ein schneller Weg auf die Unternehmens-Webseite sein, dann ist das legitim. Nur sollten dann keine hohen Zugriffs-Raten erwartet werden. Für konkrete Promotion-Aktionen muss a) dem User ein Mehrwert geboten werden und der User muss b) eine gute Landingpage präsentiert bekommen. Ohne zielführende Inhalte ist der User schneller weg, als er gekommen ist.
Der Outdoor-Versandhandel Globetrotter hat QR-Codes clever in seinen Katalog verankert. Auf vielen Seiten lockt der schwarz-weiße Code zum Scan mit dem Angebot weiterführender Informationen. Nach dem Scan bekommt der Anwender ein digitales Magazin präsentiert, das auf mobile Geräte optimiert wurde. QR-Codes bieten darüber hinaus nicht nur einfache Verlinkungen und Facebook-Likes an. Den meisten Menschen unbekannt ist beispielsweise, dass über den QR-Code direkt eine SMS oder eine E-Mail an das Unternehmen verschickt werden kann. Lead-Generierung par excellence. Auch die Speicherung der Unternehmensdaten im Telefonbuch des Users könnte interessant sein.

Das Interesse ist da

Das die (potentiellen) User das Thema spannend finden, zeigt die Vielzahl an kreativen Anwendungen. Unter www.qrchocolates.com werden kleine Schokoladentafeln verkauft – mit dem QR-Code des Kunden darauf. Hier ist der Innovationsfaktor noch hoch und als Werbemittel erreicht die Schokolade sicher sein Ziel: Aufmerksamkeit erregen. Auch der QR-Code-Stempel von Holmes Stamp ist ein gutes Beispiel, wie die Brückenfunktion von QR-Codes ausgeführt werden kann. Ohne jede Business-Anwendung ist hingegen der QR-Code von Brasilianerin Jully: Sie ließ sich einen Songtitel auf den Unterarm tätowieren.
Mit weiter steigender Zahl an Smartphones wird auch die Zahl an Codes steigen. Und damit auch die Zahl der Scans. Ob ein Code erfolgreich ist, hängt vor allem vom analogen Umfeld, dem Anreiz oder Mehrwert für den User und auch von der Anwendung dahinter ab.
Bildquelle: Mercedes-Benz-Passion-Blog

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