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PIM-Systeme

(Un)Mögliche Anforderungen an Produktdaten, PIM und Shop-Systeme

16th August 2017

In der Vergangenheit stießen wir in E-Commerce Projekten auf zwei Sorten von (scheinbar) schwer bezwingbaren Anforderungen im Bereich der Produktdaten:

  1. „Unmöglichkeiten“ auf Kundenseite
  2. „Unmöglichkeiten“ auf Technologieseite

Herausforderungen auf Kundenseite

Mit folgenden Produktdaten-Problemen tun sich viele Kunden schwer.
Das Paradoxe an diesen Problemen: viele PIM-Systeme (egal ob integriert oder standalone) können damit gut umgehen. Eine (unvollständige) Liste dieser Probleme:

  • Im Stammsystem existieren keine Produktnamen
  • Produktattribute oder HTML-Snippets sind in Textfeldern gespeichert
  • Produktattribute werden in unterschiedlichen Microsoft Office Tools gepflegt
  • Trennzeichen werden in Beschreibungstexten verwendet
  • Fehlende oder fehlerhafte Pflege der Mediendaten (Bilder, Videos, Datenblätter)

Bekannt heißt noch nicht gebannt. Die Beseitigung dieser Probleme wird oftmals auf den Datenlieferanten abgeschoben. Maßenhafte Anpassungen und Erstellung von neuen, notwendigen Attributen raubt aber viel Zeit und erhöht die internen Kosten bei der Einführung des E-Commerce Systems. Nicht selten kommt man auf die Idee das Stammsystem anzupassen, um der zickigen Importfunktion vom neuen Shopsystem entgegenzukommen (!).

Die Lösung: Bombenwurfprojekte vermeiden. Häufig versucht man ganze Sortimente zu bewegen oder Probleme zu 100% auszumerzen. Das ist meistens nicht effizient. Kleinere Maßnahmen und ein schrittweises Vorgehen bringt das riesige E-Commerce-Mühlrad meist besser ans Laufen.

Herausforderungen auf Technologieseite

Die zweite Sorte der Probleme liegt auf der Technologieseite. Diese Probleme sind meist nicht ohne Weiteres zu lösen. Eine (unvollständige) Liste:

  • Der Kunde nutzt eine systemfremde Matrix zur Berechnung des Preises – bspw. nicht auf Basis „Preis pro Stück“, sondern auf Basis „Preis pro 100“
  • Es existiert keine ReferenzID um Ersatzteile einem Produkt zuzuordnen – die Kundenberater machten das bisher „nach Erfahrung“
  • Die Daten innerhalb einzelner Kategorien sind unterschiedlich gepflegt – Attribute sind unterschiedlichen Gruppen zugeordnet, Werte sind nicht gleich benannt
  • Es gelten unterschiedlichste, individuelle Regel-Sets zur Darstellung von Mediendaten pro Kategorie
  • Der Aufbau von Stammartikeln und deren Varianten unterscheidet sich je nach Produktart

Wir haben hier auch schon erlebt, dass Anbieter von E-Commerce Systemen komplett abwinken, oder dass Händler/Produzenten erst gar nicht ins Projekt starten. Die einen wollen ihre Plattform nicht verbasteln, die anderen bekommen die Probleme für sich intern nicht gelöst. Auf die eine oder andere Art bleiben potenziell interessante Anbieter komplett außen vor und überlassen das Online-Feld einigen wenigen Anbietern.

Die Lösung: Die interne Brutzeit für Probleme möglichst kurz halten und aktiv werden. Ein Vorprojekt, in dem problemorientiert eine Softwareauswahl getroffen wird, bringt hier oft gute Ergebnisse. Ideen testen und „etwas versuchen“ eröffnet neue Einblicke und bringt neue Erkenntnisse.
In keinem Fall darf man hier aufgeben, weil man selbst keine umfassende Lösung findet. Bereits der Umgang und die aktive Bearbeitung dieser Probleme verschafft Ihnen Vorteile gegenüber der Konkurrenz!

Bloß nicht aufgeben

Unmögliche Probleme mit Produktdaten lassen sich nicht vermeiden. Wichtig ist, dass man sich diesen Problemen nicht unterwirft und aufsteckt.
Der erfolgreiche Umgang mit diesen Problemen ist oft eine Frage der persönlichen Einstellung, der Fähigkeit Unvollständigkeit auszuhalten und Pragmatismus zu entwickeln. Manchmal hilft aber auch der Anruf bei Leuten wie uns, die bereits Erfahrungen mit Produktdaten und dem Drumherum haben 😉

Fragen –> Kommentare oder  manuel.eckardt@hdnet.de 

Foto: pexels.com

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