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Konzeption

UX-Design in Entwicklungsprojekten – Das Sechs-Augen-Prinzip

17th Juli 2019

UX-Design ist in aller Munde. Auch wir bei HDNET „machen“ UX. Sonja Steinkühler und Fabian Judaschke stehen uns Rede und Antwort und berichten von ihren Erfahrungen.
Dies ist Teil 2 des Interviews. Teil 1 findet ihr hier.

Ein Kunde hat Interesse an Dienstleitungen im Bereich UX. Wie geht ihr bei einem Projekt vor?

Sonja: Am wichtigsten ist es, den Nutzungskontext zu klären und vor allem auch zu verstehen: Warum machen wir das? Das heißt, die Problemstellung bzw. das Ziel muss klar sein. Nur so kann zielführend gearbeitet werden. Oft sind mehrere Problemstellungen vorhanden, da ist es dann wichtig, sich auf eine zu fokussieren. Meist handelt es sich um ein User Experience (UX), Informationsarchitektur (IA) oder Usability Problem. Anhand der Problemstellung kann dann auch die passende Methode gewählt werden.
In der Regel starten wir mit einem Big Picture Workshop mit vielen, möglichst divers aufgestellten, Personen. Dabei sollten immer Personen anwesend sein, die den Nutzer vertreten, idealerweise sind aber auch echte Nutzer oder Kunden dabei.

Der Gestaltungsprozess nach DIN EN ISO 9241-210

Wie klappt für euch die Zusammenarbeit mit den anderen Projektbeteiligten?

Fabian: Bisher gab es keine großen Probleme. Es sind immer Entwickler von HDNET und die Ansprechpartner des Kunden dabei. Oft kommen Kollegen der Ansprechpartner bei Kunden hinzu. Wichtig sind natürlich die Nutzer der digitalen Plattformen bzw. die Kunden der Kunden. Manchmal sind auch „Fremde“ dabei, um die Anwendung zu testen. Im Idealfall sitzt in jedem Entwicklungsteam auch ein UX-Experte. So gestaltet sich der gesamte Workflow, z.B. die Kommunikation bei Rückfragen, effektiver. Dies führt langfristig auch zu besseren Ergebnissen. Also besser das Sechs-Augen-Prinzip als das Zwei-Augen-Prinzip.

Was sind eure Favorite Tools in einem UX Projekt?

Fabian: Das ist stark von der Problemstellung abhängig, ich würde da ungern eine strikte Empfehlung abgeben. Die Endnutzer und der UXler spielen sicherlich auch eine Rolle. Man sollte auch nicht um jeden Preis ein bestimmtes Tool im Unternehmen nutzen, das nicht zur Kultur passt. Proto-Personas machen aber Sinn. Als absolute Grundlage sehe ich den Austausch bzw. Interviews – und Stift und Zettel.

Sonja: Stift und Papier sehe ich auch ganz weit vorne. Ich würde noch Methodenkarten und Prototyping Tools sowie Usability Tests ergänzen.

Was sind eure besten Inspirations- und Wissensquellen, wenn es um UX geht?

Sonja: Die beste Quelle sind nach wie vor die Nutzer. Der persönliche Austausch mit anderen Leuten aus dem Bereich ist auch sehr wertvoll. Außerdem kann ich das Smashing Magazine und seine Bücher empfehlen. Wenn man eine konkrete Fragestellung hat, findet man im Netz dazu meistens auf diversen Plattformen eine Antwort, weil es inzwischen viele informative Beiträge zu dem Thema gibt.

Fabian: Ich kann die Bücher „The Design of Everyday Things“ von Don Norman und „Lean UX“ von Jeff Gothelf und Josh Seiden empfehlen. Die Website medium.com hat auch immer sehr gute Beiträge zum Thema.

Methodenkarten und das Buch „Lean UX“

Im Interview wird die männliche Form bei personenbezogenen Substantiven und Pronomen gewählt, nichtsdestoweniger beziehen sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter. 

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