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Online Marketing

Was passiert 2013 – Status quo.

25th Juni 2013

Vor fast genau 6 Monaten fragten wir an dieser Stelle  Was passiert 2013? und gaben mit der PEST-Analyse einen Ausblick auf die Dinge, die 2013  passieren würden. Wir möchten keine weitere 6 Monate warten, um zu sehen, was sich so getan hat, und greifen die Frage auf, um den Status Quo 2013 zu überprüfen. Es folgt einer Übersicht der Dinge, die uns beeinflusst hat und auf unser Handeln und Tun Einfluss nehmen wird.

Politik

Prism: Dieser Begriff beherrscht die Presse der letzten Tage. Ein bis dato Unbekannter zeigt der Welt, wie geheim Information noch sein kann. Mit der Enthüllung über die Sammeltätigkeiten der Geheimdienste, wird sich das Internet, wie wir es bis vor der Enthüllung gekannt haben, verändern. Welche konkreten Auswirkungen die Enthüllung auf die Welt haben werden ist schwer zu sagen, klar ist jedoch, dass die Menschheit die Begriffe Freiheit und Datenschutz im Internet ab 2013 mit anderen Augen sehen wird.

Leistungsschutzrecht: Maßnahmen ab August. Google reagiert auf das Leistungsschutzrecht: Wie vor kurzem bekannt wurde, wird Google seine News-Suche ab August zu einem Opt-in-Dienst umwandlen. Opt-in-Dienst? — Google bietet Verlagen über eine Oberfläche die Möglichkeit, darüber zu entscheiden, ob Artikel in Google News erscheinen oder nicht. Im Prinzip wäre es zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre, denn ein solches „Tool“ steht mit einer einfachen robots.txt auf jedem Webserver zur Verfügung.

Drosselkom und die Folgen. Die Ankündigung DSL-Anschlüsse ab dem Jahr 2016 und ab einem bestimmten Datenvolumen zu drosseln, hat im Mai den Unmut der Deutschen auf die Telekom gezogen. Im Juni wurde dann schon wieder eingelenkt – Drosselung kommt zwar, aber statt 384 kBit/s soll nur noch auf 2MBit/s gesenkt werden. Keine wirklich bessere Nachricht.
Wichtiger Nebeneffekt der Diskussion „Drosselkom“ ist, dass die Politik darüber nachsinnt, wie in Zukunft mit solcherlei Vorstößen von Unternehmen umzugehen sei. Eine Diskussion über einen Medienstaatsvertrag läuft. Mögliches Ergebniss der Diskussion:

durchsetzungsstarke multinationale Strukturen, die unter Einbeziehung von Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft eine Governance-Struktur bildet, die den digitalen Wandel gestaltet, Grundrechte schützt und ein offenes, dezentrales und freies Internet wahrt

Zitat Malte Spitz auf Spiegel Online

VRRL – Die Verbraucherrechterichtlinie tritt ab 13.06.2014 in Kraft. Im Januar war es noch Zukunftsmusik, nun sieht das gänzlich anders aus. Das neue Widerrufsrecht kommt, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Am 14. Juni hat der Bundestag das Gesetz beschlossen, und es sieht nicht so aus, als sollte es im Bundesrat auf Widerstand stoßen. Die VerbraucherRechteRichtLinie umfasst:

  • 14 Tage Widerrufsrecht
  • das sog. ewige Widerrufsrecht fällt weg
  • Rücksendekosten trägt jedoch der Verbraucher (unter Voraussetzungen)
  • Hinsendekosten trägt der Unternehmer mit der Ausnahme von z.B. Expresszuschlägen
  • erstmals Widerrufsrecht für Downloads
  • Reform der Ausnahmen vom Widerrufsrecht
  • Kundenhotlines dürfen keine Kosten mehr verursachen (z.B. 0180)

Mehr dazu hier

Wirtschaft

E-Commerce Prognose 2013: Umsatzwachstum um 21%
Von Explosionen und Sprengungen hat man 2013 leider zu oft im negativen Kontext gelesen. Im Bezug auf die E-Commerce-Zahlen 2012 ist diese Sprengstoffrethorik hinlänglich passend. 2012 war erneut ein Jahr, in dem die bekannten Dimensionen  gesprengt wurden.
18% (Q1), 27% (Q2), 31% (Q3) so die Reihe der Umsatzzuwächse im Vergleich zum Vorjahr (Quelle bvh).
2012 gabe die Deutschen in Summe 37 Mrd. Euro im Internet aus. Für 2013 soll der E-Commerce um 21,3 Prozent wachsen – eine weitere große tickende Ladung!

Neue Konzepte und alte Bekannte:  Amazon verkauft bald Wurst, Fab will wie Amazon für Möbel werden. Jenseits vom Jubel und Trubel um die neuen Konzepte der etablierten Händler, haben wir 2013 noch nicht das besonders interessante deutsche Konzept im Onlinehandel entdeckt. Sie?

Apropos Möbel: HDNET hat im April die Studie E-Commerce in der Möbelbranche veröffentlicht. Unser Fazit: „Da ist noch Luft nach oben!“ Hier können sie die Studie kostenfrei bestellen: moebelstudie.hdnet.de

Sozial-kulturell

2013 wird ein Jahr werden, in dem es fast nichts mehr gibt, das nicht online gehandelt wird. Wurst, Möbel, Garagentore und Hundefutter – jedes bestehende Ding wurde irgendwie in Code verpackt und online bestellbar gemacht. Dazu kommt, dass viele Deutsche das Internet langsam verstehen; es als wirklichen, realen Bezugskanal wahrnehmen, nicht mehr als „Alternative zum Laden“ oder „Sonderpostenverkaufsrampe“.
Viele Unternehmen sind jedoch noch nicht so weit, diese Entwicklung zu erkennen – etablierte Unternehmensberatungen müssen weiterhin Entscheidungsvorlagen liefern, ob dieser „Internethandel“ das bestehenden stationäre Geschäft befruchtet und gemacht werden sollte oder ober er die „dunkle Seite der Macht“ ist und bekämpft werden muss. Wir fragen uns, wie lange diese Entscheidungsvorlagen noch Leser finden.

Technologie

Alles messen. Präsentierte man früher die Funktionen von Webanalyse-Tools, hörte man des öfteren mal ein „oh cool“ oder „wow, das ist ja interessant“. Es war damals beeindruckend die Userhandlungen auf der eigenen Website zu verfolgen und Schlüsse daraus zu ziehen. 2013 ist diese Beobachtung Normalität, dank kostenfreiem Tools von Google. Genau die bringen 2013 ein Update Ihres beliebten Analyse Tools „Analytics“ an den Start: Universal Analytics kurz UA. Dieses UA könnte wieder die „ohhs“ und „wows“ bringen, sicher aber auch Fragezeichen und Warnungen. Was macht UA bemerkenswert?

  • Plattformübergreifendes Tracking: Es ist nicht mehr nur die Website die gemessen wird!
    Es ist auch das Smartphone, die Zugangskontrolle ihres Ladens oder der Infrarotsensor vor Ihrem Verkaufsregal. Sobald ein Sensor oder digitales Gerät mit dem neuen Analytics Code interagiert wird ein Kunde erfasst.

Einige Beispiele hier:

Penguin 2.0 – Google straft 2013 weiter ab. Auch dieses Jahr bastelt die Suchmaschine am Suchalgorithmus der die Positionen von Websites in Suchergebnissen beeinflusst. In den letzten 2 Jahren, gab es da einige Veröffentlichungen die bei besonders SEO-engagierten Unternehmen Probleme bei der Auffinbarkeit von Inhalten hervorriefen. Google mag es nicht, wenn gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen wird und die Logik die hohe Qualität bieten soll, durch Linkkäufe oder Spamming manipuliert wird. Mit dem Penguin 2.0 wurde so auch 2013 ausgeholt – der Schmerz war aber scheinbar geringer als in den Vorjahren. Einige wenige wurden getroffen, der globale Aufschrei blieb  aus.

Fazit

2013 ist ein heißes Jahr. Es sind aber nicht die reinen nerdigen Onlinethemen, die uns bewegen. Facebook kann jetzt auch „#“. Das ist nett, aber unerheblich. Von der Facebook-Suchmaschine haben wir lange nichts mehr gehört, was nicht heißt, dass sie nicht plötzlich Realität werden könnte. Was uns sonst noch im Kopf herumgeistert:

  • Wurden durch Prism Transaktionsdaten von Onlineshops durchleuchtet?
  • Gibt es sichere Daten?
  • Wann wird Multichannel Alltag?
  • Werden uns erstmals Händler mittels Universal Anayltics auch im Laden „messen“?
  • Welche Herausforderungen kommen mit dem neuen VRRL auf Händler zu? Wird es schlimmer oder besser?

Spannende Fragen oder Spinnerei?! Wir werden es in den nächsten 6 Monten sehen!

Bild: wordle.net

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